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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Bezirk Wedding/Prenzlauer Berg findest du hier .
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Die Wasserrettungsstation Scharfenberger Enge (Pelikan 234) ist am wunderschönen Tegeler See im Tegeler Forst gelegen. An der Spitze einer Landzunge, östlich des Arbeiterstrandes und südlich des Strandbads Tegelsee ist sie benannt nach der größten Insel des Tegeler Sees, der Insel Scharfenberg. Sie wurde 1951 als Station Tegelsee I gegründet und wird seither von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an Wochenenden und Feiertagen in der Boots- und Badesaison besetzt.
Sie ist mit dem Auto oder Bus zum Strandbad und einem kleinen Fußmarsch oder mit dem Fahrrad direkt ab Tegel gut zu erreichen.
Nachdem im Jahr 1950 die DLRG Berlin wieder ins Leben gerufen wurde, wurde im Jahr 1951 mit einem geliehenen Zelt der französischen Militärverwaltung auch der Wasserrettungsdienst am Tegeler See gestartet. Das Zelt musste damals jedes Mal vor Dienstbeginn am Sonnabend auf- und nach Dienstschluss am Sonntag abgebaut werden. Über die Woche wurde es im Haus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Saatwinkel gelagert. Dorthin wurde es ebenfalls den Motorbooten des ASB verbracht.
Ebendiese Motorboote waren es auch, die im ersten Jahr im Einsatzfall Rettungsschwimmer der DLRG von den Stationen einsammelten und zum Einsatzort verbrachten, eigene Boote auf dem Tegeler See besaß die DLRG zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das Vertrauen und die Sympathie der Badegäste verdienten sich die Rettungsschwimmer durch ihre stete Hilfsbereitschaft, ihre Wachsamkeit über den Strand und ihr Können in der ersten Hilfe.
Im Jahr 1952 wurde die DLRG Berlin in Bezirke aufgeteilt und die Station Tegelsee I wurde dem Bezirk Wedding zugeordnet. Sie wurde mit einem Ruderboot ausgestattet, so konnten unsere Rettungsschwimmer fortan nicht nur ihren Einsatzradius vergrößern, sie konnten nun auch gekenterten Booten und ihren Insassen Hilfe leisten. Es wurden Schwimmflossen und Tauchmasken eingeführt, um den Schwimmern mehr Möglichkeiten bei der Personensuche zu bieten.
Auch die Ausrüstung der Station wurde vervollständigt: es wurden Ferngläser, ein Megafon und Rettungsringe beschafft, die Bootswerft Thomas in Tegelort spendete ein Rettungsbrett.
1956 konnte durch eine Spende des Zahlenlottos endlich dem ständigen Auf- und Abbauen des Zeltes ein Ende gesetzt werden, als Station wurde eine feste Holzhütte gebaut. Diese war in einen Erste-Hilfe-Raum und einen Unterkunfts- und Übernachtungsraum aufgeteilt. Ebenfalls kam das erste Tauchgerät, ein Delphin II, zum Einsatz. Ein Jahr später erhielt die Station einen Telefonanschluss, sodass von nun an die Feuerwehr und der landgebundene Rettungsdienst verständigt werden konnten.
Über die Jahre hinweg wurde die Ausstattung verbessert und dem Fortschritt der Technik angepasst. Die Tauchgeräte wurden durch bessere ausgetauscht, das Ruderboot erhielt zunächst einen Hilfsmotor und wurde 1962 durch ein Motorboot mit Außenborder ersetzt. Tauchanzüge wurden beschafft, um längere Tauchgänge auch bei kälterem Wasser zu ermöglichen.
Handfunkgeräte wurden beschafft, sodass die Station alsbald Unterstützung der Nachbarstationen anfordern oder durch die Einsatzleitstelle des Landesverbandes am Pichelssee direkt alarmiert werden konnte. Die Außenbordmotoren wurden größer und stärker und unsere Boote damit schneller und der Aktionsradius größer.
Die alte Holzhütte wurde im Herbst 1977 abgerissen, um Platz für eine dauerhafte gemauerte Station zu machen. Diese wurde, nach einer achtmonatigen Unterbrechung aufgrund von abweichenden Bauplänen, am 31. Mai 1980 feierlich an die Wachmannschaft und den Stationsleiter übergeben. Die Station besteht bis heute, wurde in den Jahren allerdings ebenfalls technisch auf dem Laufenden gehalten und gestaltet.
Unsere Station ist die größte DLRG-Station an der Oberhavel und verfügt neben einem Wachraum mit Küche und zwei Schlafräumen für Nachtbereitschaften auch über einen großzügigen Sanitätsraum, durch welchem bei wir unseren Patienten sowohl mit leichten als auch schweren Verletzungen die Erstversorgung gewähren können. Hierzu sind regelmäßig DLRG-Sanitäter und Sanitätshelfer auf der Wasserrettungsstation zugegen. Von der Terrasse aus kann man gut den Bereich des Tegeler Sees westlich der Insel Scharfenberg überblicken und bei Bedarf von dort aus direkt ins Boot steigen und zur Hilfe eilen.
Neben dem unserem Rettungsboot sind zahlreiche andere Rettungsmittel vorhanden. Für die Rettung aus dem Wasser prädestiniert sind Wurfleinen, Gurtretter, Rettungsbrett und Rettungs-SUP, für die weitere Rettung verfügt die Station über eine Schaufeltrage und ein Spineboard, mit welchen Patienten mit schwereren Verletzungen aus dem Wasser getragen und an Land auf eine Vakuummatratze umgelagert werden können.
Auch eine benzinbetriebene, kräftige Pumpe kann von der Stationsmannschaft bedient werden. Sie hilft großen gekenterten Booten beim Lenzen.
Pelikan 34 in Fahrt
Unser Motorrettungsboot "Kormoran" (Pelikan 34) wird sowohl für Kontrollfahrten als auch dazu unsere gut ausgebildete Bootsmannschaft schnell zum Einsatzort zu fahren verwendet. Es ist eine Trave 540 der Firma Schlichting und leistet uns seit 2003 treue Dienste. Das aus heutiger Sicht eher kleinere Boot bietet viel Stauraum für Sanitäts- und Hilfeleistungsmaterial, Einsatzkleidung der Bootsmannschaft und auch für Tauchausrüstung. Mit seinen 100 PS erzielt es eine Höchstgeschwindigkeit um 55 km/h und kann somit binnen Minuten auch die hintersten Stellen des Einsatzgebietes erreichen.
Zu einer typischen Bootsmannschaft zählen:
Diese kann zum Beispiel durch Taucher und Leinenführer ergänzt werden, die im Falle einer Personensuche oder technischen Hilfeleistung den Aktionsradius deutlich verstärken.
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